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WordPress-Versionsgeschichte: 22 Jahre CMS-Evolution
WordPress-Development
Ralf ZmölnigJan. 2026

WordPress-Versionsgeschichte: 22 Jahre CMS-Evolution

Die WordPress-Geschichte beginnt nicht 2003, sondern zwei Jahre früher:

Von b2/cafelog zum weltweit dominierenden Content-Management-System: Die WordPress-Historie zeigt, wie konsequente Open-Source-Entwicklung ein simples Blogging-Tool zum Rückgrat von derzeit ca. 43 % aller Websites transformiert hat. Für WordPress-Entwickler und Agenturen ist dieses Wissen mehr als trivial – es erklärt Architekturentscheidungen, Legacy-Code und zukünftige Entwicklungsrichtungen.

Die Anfänge: Von b2/cafelog zu WordPress (2001-2004)

Die WordPress-Geschichte beginnt nicht 2003, sondern zwei Jahre früher: Michel Valdrighi veröffentlichte 2001 b2/cafelog – eine PHP-basierte Blogging-Software, die bereits die Grundarchitektur mitbrachte, auf der WordPress heute noch aufbaut. Als Valdrighi die Entwicklung einstellte, übernahmen Matt Mullenweg und Mike Little das Projekt und veröffentlichten am 27. Mai 2003 WordPress 0.7 als Fork.

Version 1.0 (Davis) erschien im Januar 2004 mit wegweisenden Features: Browser-basierte Installation, SEO-freundliche Permalinks, Kategorien-Support und ein intelligenter Upgrade-Prozess. Version 1.2 (Mingus) folgte im Mai 2004 und brachte das Plugin-System – die Architekturentscheidung, die WordPress von einer Blog-Software zum erweiterbaren CMS machte.

Bedeutung für heute: Die Plugin-Architektur von 2004 ist der Grund, warum WordPress heute über 65.000 Erweiterungen bietet – aber auch, warum rd. 90% aller Sicherheitslücken in Plugins entstehen.

Theme-System und Customizer-Ära (2005-2012)

Version 1.5 (Strayhorn, Februar 2005) führte das Theme-System ein und positionierte WordPress erstmals als vollwertiges CMS durch statische Seiten. Das Theme-Konzept mit Template-Hierarchie, Template-Tags und Theme-Functions bleibt bis heute die Grundlage jeder WordPress-Entwicklung.

Die Jahre 2007-2008 brachten entscheidende Erweiterungen: Tagging-System, Update-Benachrichtigungen (Version 2.3), die Shortcode-API und Dashboard-Widgets (Version 2.5) sowie das komplett überarbeitete Admin-Interface mit automatischen Updates (die auch heute, zumindest ohne Entwicklungsumgebung/ Staging-Version, aber oft damals das Tor zur Hölle öffneten) und Plugin-Installation (Version 2.7).

Version 3.0 (Thelonious, Juni 2010) war ein Meilenstein: Custom Post Types, Custom Taxonomies und die Multisite-Integration (vormals WordPress MU) machten WordPress zur Enterprise-Plattform. Der Theme Customizer (Version 3.4, 2012) ermöglichte Live-Vorschauen und markierte den Beginn der No-Code-Bewegung.

Performance und Sicherheit im Fokus (2013-2017)

Mit Version 3.7 (Basie, Oktober 2013) führte WordPress automatische Hintergrund-Updates für Sicherheitspatches ein – eine Reaktion auf die wachsende Angriffsfläche. Die REST-API (eingeführt mit Version 4.4, 2015; vollständig mit Version 4.7, 2016) legte den Grundstein für Headless-Architekturen und moderne JavaScript-Integrationen.

Version 4.4 (Clifford) brachte responsive Bilder (srcset-Attribut) – ein heute selbstverständliches Feature, das die Core Web Vitals-Performance direkt beeinflusst.

Die Gutenberg-Revolution (2018-2022)

Version 5.0 (Bebo, Dezember 2018) ersetzte den Classic Editor durch Gutenberg – den Block-Editor, der WordPress grundlegend veränderte. Der Paradigmenwechsel von TinyMCE zu React-basierten Blocks war die größte Architekturänderung seit dem Theme-System von 2005.

Die Entwicklung verlief in Phasen: Block-basiertes Editing (Phase 1, 2018), Site-Customization mit Block-Widgets (Phase 2, 2021) und Full Site Editing mit Block-Themes (Phase 3, ab 2022). Version 5.9 (Josephine) brachte Full Site Editing und Twenty Twenty-Two als erstes Block-Theme.

Bedeutung für Entwickler: Gutenberg erfordert React-Kenntnisse für Custom Blocks. Die klassische PHP-Template-Entwicklung bleibt möglich, aber moderne WordPress-Entwicklung bedeutet zunehmend auch JavaScript-Entwicklung.

Aktuelle Entwicklung: Performance und Interaktivität (2023-2025)

Die WordPress-Releases folgen einem Jazz-Namensschema, das Künstler ehrt, die die Musikgeschichte in diesem Genre geprägt haben:

VersionCodenameHighlights
6.2Dolphy (März 2023)Distraction Free Mode, verbesserte Navigation
6.3Lionel (Aug 2023)Pattern-System, Command Palette
6.4Shirley (Nov 2023)Lightbox, Background-Images in Group-Blocks
6.5Regina (April 2024)Font Library, Interactivity API
6.6Dorsey (Juli 2024)Data Views, Pattern Overrides
6.7Rollins (Nov 2024)Twenty Twenty-Five Theme, Block Bindings
6.8Cecil (April 2025)Speculative Loading, Style Book

Die Interactivity API (ab Version 6.5) ist besonders relevant: Sie ermöglicht reaktive Frontends ohne externe JavaScript-Frameworks – WordPress‘ Antwort auf die Performance-Kritik und die Dominanz von React/Vue in modernen Webprojekten.

Contributor-Zahlen: Open Source in Aktion

Die WordPress-Entwicklung zeigt, wie Open-Source-Projekte skalieren: Von 180 Contributoren bei Version 3.1 (2011) auf über 900 bei Version 6.8 (2025). Diese Zahlen spiegeln nicht nur Codeänderungen wider, sondern auch Dokumentation, Übersetzungen, Testing und Community-Support.

VersionJahrContributors
3.1 Reinhardt2011180+
5.0 Bebo2018432
6.1 Misha2022800
6.8 Cecil2025900+

Phase 4: Collaboration – Der Ausblick

Die Gutenberg-Roadmap definiert Phase 4 als Multilingual and Collaboration – echtzeitkollaboratives Editing direkt im WordPress-Editor. Die technische Grundlage dafür wurde mit der Interactivity API und den Block Bindings der Versionen 6.5-6.7 gelegt.

Für WP-Agenturen und Entwickler bedeutet diese Evolution: WordPress bleibt relevant, erfordert aber kontinuierliche Weiterbildung. Die Zeiten, in denen ein paar PHP-Snippets und ACF-Felder ausreichten, sind vorbei. Moderne WordPress-Entwicklung ist Full-Stack-Entwicklung mit PHP, JavaScript, React und zunehmend auch TypeScript.

Fazit: Kontinuität durch Evolution

Die WordPress-Versionsgeschichte zeigt ein System, das sich konsequent weiterentwickelt, ohne die Rückwaertskompatibilitaet zu opfern. Code von 2010 läuft noch auf WordPress 6.8 – ein Alleinstellungsmerkmal im durchaus schnelllebigen Web-Oekosystem.

Für Unternehmen bedeutet das: WordPress-Investitionen haben Bestand.
Für Entwickler: Die Lernkurve hört auch hier nie auf.
Und für Agenturen wie ROCKITdigital: Zwei Dekaden WordPress-Erfahrung sind kein Marketing-Claim, sondern die Grundlage für technisch fundierte Entwicklung auf einem System, das wir von der ersten Stunde an begleiten.

Sie suchen eine WordPress-Agentur (aus dem Raum München), die das System in seiner Tiefe versteht? Sprechen Sie mit uns.

ROCKITdigital - Ralf Zmölnig
Ralf Zmölnig
CEO ROCKITdigital GmbH

CEO & Vollblut-Digitalmarketingstratege, strategisch und Performanceorientiert bei ROCKITdigital GmbH

Seit 11/2000 rockt das Team von ROCKITdigital und Ralf Zmölnig das (digitale) Marketing

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